Der dritte Artikel des Grundgesetzes, genauer gesagt sein zweiter Absatz, sorgt für die Gleichbehandlung und Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Er wurde mit der Verfassung des Grundgesetzes 1949 miteingefügt. „Der Weg der Frauenrechte war ein langer Weg und begann schon im 19 Jh.. Auch über 100 Jahre später im 21. Jh. heißt es aber nicht, sich auf dem Erreichten auszuruhen, sondern weiter dafür zu arbeiten, dass Frauen und Männer in allen Bereichen gleichberechtigt sind“, erklärt die Landtagsabgeordnete Irmgard Klaff-Isselmann.

Der Zugang zu Bildung und das aktive wie passive Wahlrecht waren nicht immer selbstverständlich für Frauen. „Beides wurde erst 1918 vollkommen den Frauen zugesprochen. Weitere Errungenschaften waren dann die berufliche Emanzipation vom Mann in den 60er und 70er Jahren. Es ist kaum mehr zu glauben, dass der Ehemann der Frau früher verbieten konnte zu arbeiten oder einen Führerschein zu machen“, so die Abgeordnete.

Ein nach wie vor großes Thema ist die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern. „Selbst bei gleicher Qualifikation, Kompetenz und Erfahrung verdienen Frauen immer noch schlechter als Männer. Auch wenn in den letzten Jahren hier viel in Bewegung gekommen ist, es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen aufgrund unlogischer Argumente weniger Gehalt beziehen als ihre männlichen Kollegen. Es gilt: gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Man darf nicht vergessen, dass Frauen oftmals zweifach belastet sind. Erstens durch den Beruf und zweitens durch die häusliche Arbeit, die Pflege der Eltern sowie die Kinderbetreuung. Es ist daher richtig und wichtig, dass Frauen und Familien in Hessen entlastet werden. Sei es durch die Förderung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als auch durch die ab August für sechs Stunden beitragsfreien Kitas“, schließt Klaff-Isselmann ab.

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